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Lieferkette im Fokus

Transport von Holzhackschnitzel übers Wasser, Logistik im Kreislauf

Über 100 NPRC-Mitglieder fahren täglich auf den europäischen Flüssen und Kanälen. Sie sind Teil von Logistikketten, in denen Rohstoffe und Produkte wie Baustoffe, Projektladung, Stahl, Mineralien und Düngemittel transportiert werden. Adri und Pieter Romijn vom ms Alm haben auch ihre eigene Spezialität innerhalb der NPRC; sie fahren regelmäßig Holzhackschnitzel von Abfallsammlern in den Niederlanden zu Verarbeitern in Deutschland. Das NPRC-Büro in Duisburg verfügt über ausreichend Kontakte vor Ort, um immer eine passende Rückladung in die Niederlande planen zu können.

Verbraucher sowie Unternehmen bringen ihr Altholz zu Wertstoffhöfen im ganzen Land. Die Abfallunternehmen führen dieses Holz an mehreren Stellen zusammen und trennen es nach Qualität. Das beste Holz, das noch relativ sauber ist, wird zerkleinert und per Schiff zur Spanplattenindustrie transportiert. Sie machen dann aus den Spänen Spanplatten, die Sie unter anderem in Laminatböden, Möbeln und Küchenschränken zu Hause finden.

Eine Reise an Bord des ms Alm
Letzte Woche begleiteten wir Adri und Pieter bei einem Transport vom Hafen Nieuwegein, einem bekannten logistischen Zentrum für Holzhackschnitzel, nach Deutschland. Da es sich um eine internationale Reise handelt, ist ein Coronatest für Adri und Pieter obligatorisch. Sie machen also einen standardisierten Coronatest-Test unter der Online-Überwachung eines BIG-registrierten Arztes. Der Arzt kontrolliert den Test über eine Videoverbindung gemäß einem von der deutschen Regierung akzeptierten Protokoll.

Die Binnenschifffahrt ist für Adri und Pieter ihr Ein und Alles und sie wollen dieses Gefühl auch anderen vermitteln. Nicht umsonst betreiben sie deswegen ein Bed & Breakfast an Bord. Werbung wollen Sie dafür keine machen, da sie komplett ausgebucht sind. Adri erklärt: „Wir finden es schön, dass so Interessierte das Leben an Bord eines Binnenschiffs miterleben können. Außerdem ist es eine optimale Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und Geschichten von Land zu hören.“

Holzhackschnitzel: eine Welt für sich
Was macht den Transport von Holzhackschnitzel so besonders? Pieter nennt mehrere Gründe: „Für den internationalen Transport von Hackschnitzeln braucht man die notwendigen Genehmigungen wie NIWO, OVAM und den deutschen „Paragraphen 53″. Nicht alle Schiffe haben diese Genehmigungen, weil es ein großer Verwaltungsaufwand ist. Wir haben alle Genehmigungen. Hinzu kommt, dass Holzhackschnitzel sehr viel Platz benötigen. Das Gewicht von Holz kann zwischen 22 und 26 Kilo pro Hektoliter (220-260 Kilo pro Kubikmeter) variieren. Das macht es zu einem wirklich leichten Material, daher ist jeder Kubikmeter wichtig. Das bedeutet, dass der Schiffsführer und der Kranführer eng zusammenarbeiten müssen, um eine optimale Auslastung zu erreichen, wobei die Einschränkungen auf der Strecke berücksichtigt werden müssen.“

“Das Holz wird mit einem hydraulischen Kran gepresst, so dass das Produkt verdichtet wird. Dabei wird die nötige Fachkenntnis benötigt. Ein gut ausgebildeter Kranführer kann hier den Unterschied machen. Durch die Verdichtung kann mehr in das Schiff geladen werden und ragt das Produkt nicht zu sehr über den Laderaum hinaus. Das Gewicht des Holzes und eine geschickte Beladung können einen Unterschied von 75 Tonnen pro Transport ausmachen. Unser Schiff, das ms Alm hat einen großen Laderaum und die Möglichkeit, Ballastwasser aufzunehmen, was das Schiff tiefer liegen lässt. Das ist auf dieser Reise wirklich wichtig, denn wir müssen unter den niedrigen Brücken bei Münster durchfahren.“”

Nachhaltiger Transport
Adri und Pieter transportieren nicht einfach so Holzhackschnitzel; Ihnen geht es dabei auch um die Umwelt. „Wir sind ständig auf der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Umwelt und Geldbeutel. Für uns ist es sehr wichtig, einen Produkt zu transportieren, das Teil eines Kreislaufs ist wie z.B. Hokzhackschnitzel. Indem wir „just in time“ fahren und uns regelmäßig mit dem NPRC-Büro und den Logistikpartnern abstimmen, versuchen wir, unseren Kraftstoffverbrauch während der Fahrt zu minimieren. An Bord haben wir Solarzellen und LED-Beleuchtung. Für uns ist es ein echter Sport, die Auswirkungen auf die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren und die Welt für zukünftige Generationen lebenswerter zu machen“, schließt Adri.

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Wilco Volker

Manager Business Development

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